Feines Dinner in der Straßenbahn: mit der Genuss-Linie durch Zürich

P1200941

Die „Genuss Linie“ abfahrtbereit im Extrawagengleis am Bellevue in Zürich. (Foto: Daniel Kortschak)

In Zürich kann man mit einer liebevoll restaurierten historischen Straßenbahn durch die Stadt fahren und dabei fein zu Abend essen. Aber nicht immer klappt das perfekt. Dann kommt sogar die Polizei ins Spiel.

Von Daniel Kortschak

Eine Dienstreise hat mich kürzlich nach Zürich geführt. Highlight des dreitägigen Aufenthalts war für mich die Fahrt mit der ‚Genuss-Linie‘ der Verkehrsbetriebe Zürich: Eine etwa zweistündige Stadtrundfahrt in einem historischen Straßenbahnwagen. Dabei wird in der perfekt restaurierten Straßenbahn ein dreigängiges Menü serviert. Zum prachtvollen Interieur der Bahn kommen noch die blütenweiß gedeckten Tische mit Stoffservietten, edlem Besteck und schönem Porzellan: Luxus pur. Auch das Essen und der Wein dazu waren von guter Qualität.

Logistisch ist das allerdings eine große Herausforderung: Im Wagen selbst ist bis auf eine kleine Bar samt Anrichte und einen winzig kleinen Stauraum im Heck kaum Platz für Geschirr und Essen. Deshalb muss die Hauptspeise während der Fahrt frisch angeliefert werden. Die Straßenbahn bleibt dazu in der Altstadt auf freier Strecke kurz stehen, dann wird das schmutzige Geschirr von der Vorspeise ausgeladen und der aus der Küche Catering-Partners per Rollwagen angelieferte Hauptgang eingeladen.

Bei unserer Fahrt ist es da allerdings zu einem gröberen Missgeschick gekommen: Obwohl der Oberkellner aus der Straßenbahn alles vorher am Telefon abgesprochen hat, war das Essen nicht rechtzeitig da. Und dann kam es, wie es kommen musste: Hinter der wartenden historischen Straßenbahn taucht plötzlich eine reguläre Straßenbahn auf. Erst wartet der Fahrer geduldig, irgendwann greift er genervt zum Funkgerät. Als nächstes führt der Fahrer unserer Genuss-Straßenbahn hektische Funkgespräche: Er muss jetzt der Verkehrsleitzentrale erklären, warum wir den Betrieb aufhalten. Schließlich geht er zu seinem Kollegen nach hinten und bittet um etwas Geduld. Doch das Essen kommt und kommt nicht, die Funksprüche werden immer aufgeregter.

Polizeieinsatz, weil das Essen nicht kommt

Und dann braust plötzlich ein grellorange-weißer VW-Bus links an der stehenden Kolonne aus Autos und Straßenbahnen vorbei, waghalsig halb auf dem Gehsteig: Es ist die Stadtpolizei. Die Beamten erkundigen sich mit strenger Miene bei den beiden Straßenbahnfahrern nach dem Grund für die Verkehrsbehinderung. Dafür, dass wir mitten auf der Straße auf Essen warten, haben sie überhaupt kein Verständnis. Doch noch während unser Fahrer, der Oberkellner, der inzwischen am Rande eines Nervenzusammenbruchs steht, und die beiden Polizisten über das weitere Vorgehen diskutieren, kommt endlich das Küchenpersonal mit der Hauptspeise. Jetzt müssen nur noch fast 30 Teller einzeln vom Wagen genommen und direkt den Gästen in der Bahn serviert werden. Um sie schnell auf einmal einzuladen und dann während der Fahrt zu verteilen, ist in der historischen Straßenbahn schlicht kein Platz. Die Polizisten mahnen zu maximaler Eile, der Fahrer des historischen Extrawagens meldet per Funk an seine Zentrale, dass es jetzt gleich weitergeht. Und der Fahrer der planmäßigen Straßenbahn, die seit gut zehn Minuten hinter uns steht, hat resigniert: Er hat eine Zeitung aufgeschlagen und sich in einen Artikel vertieft.

Dann, endlich, ist der letzte Teller verteilt und wir können weiterfahren. Das Warten hat sich gelohnt: Das Rinderfilet schmeckt vorzüglich und wir genießen die Aussicht auf das abendliche Zürich. Nur an den Straßenbahnhaltestellen, die wir langsam ohne Halt passieren, treffen uns böse Blicke: Es sind müde Pendler, die seit fast einer Viertelstunde auf ihre Straßenbahn warten. Und sie wissen ganz genau, dass es der historische Wagen war, in dem so fein gespeist und ausgiebig Wein getrunken wird, der ihre Straßenbahn verspätet hat.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Erst nach einiger Zeit weichen die bösen Mienen wieder interessierten Blicken, manch einer der Wartenden winkt uns auch zu oder stößt mit uns mit seiner Bierdose oder wenigstens einem angedeuteten Glas an. Am Kunsthaus vorbei rumpeln wir schließlich steil hinunter zum Bellevue, dem Ausgangspunkt unserer Reise. Diese ungewöhnlich steile Gasse, durch die alle paar Minuten eine Straßenbahn rattert, hat mich schon als Kind bei meinen ersten Besuchen in Zürich fasziniert. Am Bellevue, dem großen Verkehrsknotenpunkt direkt an Zürichsee und Opernhaus, dreht die ‚Genuss-Linie‘ dann eine halbe Ehrenrunde und steuert das Extrawagengleis an, wo wir gut eineinhalb Stunden zuvor eingestiegen sind. Unsere Reise ist hier aber noch nicht zu Ende: 10 Minuten Rauch- und WC-Pause sind jetzt angesagt. Das Personal serviert inzwischen die Tische ab und bereitet Dessert und Kaffee vor, die mit einem Kastenwagen angeliefert worden sind. Er nimmt auch das in Kisten geschlichtete schmutzige Geschirr vom Hauptgang mit.

Bei Kaffee und Schokokuchen fahren wir noch eine große Runde durch das hell erleuchtete Zürich. Vorbei an den Banken am Paradeplatz und den Luxusgeschäften in der Bahnhofstraße geht es Richtung Hauptbahnhof und Sihlpost. Dort heißt es dann: „Endstation! Bitte rasch aussteigen! In drei Minuten kommt von hinten eine planmäßige Straßenbahn.“ Noch eine Betriebsbehinderung können wir uns heute wirklich nicht mehr erlauben. Trotzdem trinken einige Reiseteilnehmer noch in Ruhe ihren Wein aus. Sie beeilen sich erst, als die Linienstraßenbahn schon hinter uns steht. Begleitet von wütendem Gebimmel steigen sie dann endlich aus.

Die Öffis sind in Zürich eindeutig die beste Wahl

Abgesehen von dieser einmaligen Tour mit der ‚Genuss Linie‘, die zu ausgewählten Terminen nicht nur geladenen Gästen, sondern auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht, bin ich diesmal kaum mit dem perfekt organisierten Zürcher ÖPNV in Berührung gekommen. Das mehr als dichte Programm der Reise war straff durchorganisiert, für den Transfer zwischen den einzelnen Stationen war jeweils ein Reisebus bestellt. Für den einen Termin etwas weiter außerhalb in Kilchberg sicher eine gute Wahl. Für kurze Fahrten innerhalb der Stadt wären aber die Öffs sicher die bessere und vor allem schnellere Alternative gewesen.

Während die Straßenbahn überall auf direktem Weg durch darf, muss der Individualverkehr in der großflächig verkehrsberuhigten Zürcher Innenstadt oft lange Umwege in Kauf nehmen. Besonders deutlich zeigt sich das am Verkehrsknotenpunkt Central in der Nähe des Hauptbahnhofs: Die Straßenbahn fährt gerade durch, der Reisebus muss hingegen eine Runde durch die halbe Altstadt fahren. Wie schwierig die Verkehrssituation am Central mit seinen zahlreichen Straßenbahnstrecken, Straßen und stark frequentierten Fußgängerüberwegen ist, zeigt sich auch daran, dass die Kreuzung noch immer händisch von Polzistinnen geregelt wird. Sie haben dazu ein eigenes überdachtes Podest mitten auf der Kreuzung. So, wie seinerzeit in meiner Heimatstadt Graz. Dort ist das allerdings schon seit gut drei Jahrzehnten Geschichte.

P1200837B.jpg

Am Central in Zürich ist die Verkehrsregelung auch 2018 noch Handarbeit. (Foto: Daniel Kortschak)

Manchen Weg hätten wir auch besser einfach zu Fuß absolviert: Der große Bus hatte in den engen Straßen oft arge Mühe um die Ecken zu kommen. Zwischen geparkten Autos auf der einen und Verkehrszeichen auf der anderen Seite blieben oft nur wenige Zentimeter. Und bis alle der rund 30 Reiseteilnehmer vor dem Restaurant ausgestiegen waren, war die Gasse für alle anderen Verkehrsteilnehmer blockiert. Erst am letzten Tag der dreitägigen Reise blieb der Bus in der Garage. Den Weg vom Hotel zum etwas oberhalb der Altstadt gelegenen Uni-Gelände haben wir zu Fuß und mit der Polybahn, einer teilweise historischen Standseilbahn, absolviert. Auch mit einer größeren Gruppe kein Problem. Sieht man davon ab, dass der Entwerter defekt war und wir deshalb unsere extra gekauften Streifenkarten nicht stempeln konnten. Und, dass es einige Trödler auf dem Rückweg natürlich nicht rechtzeitig in die Bahn geschafft haben. Gewartet wird auf zueilende Fahrgäste nicht: Die Bahn fährt vollautomatisch, die Wagen sind ebenso unbesetzt wie die Berg- und die Talstation. Aber bei einer Fahrzeit von gerade einmal 100 Sekunden ist das keine wirkliche Tragödie.

Und zurück zum Flughafen ging’s dann mit dem Intercity: In Zürich ist das eine Angelegenheit von wenigen Minuten. Noch besser wär’s gewesen, gleich mit dem direkten Railjet nach Linz zu fahren: Es hätte kaum länger gedauert als die Route Zürich HB – Zürich Flughafen – Flughafen Wien – Linz Hauptbahnhof. Und statt am Checkin, bei der Sicherheitskontrolle und beim Boarding anzustehen und die Zeit im engen Flugzeug totzuschlagen, hätte man im Zug dank Stromanschluss und WLAN einige Stunden produktiv arbeiten können. Die Organisatoren der Reise haben sich’s zu Herzen genommen: Beim nächsten Mal geht’s mit dem Zug auf Studienreise in ein Nachbarland.

Einfach unsterblich: die Tatra-T3-Straßenbahnen in Prag

P1190926

T3 SUCS 7142 in der Endhaltestelle Královka (Foto: Daniel Kortschak)

Seit mehr als einem halben Jahrhundert fahren die legendären Tatra-Straßenbahnen durch Prag. Und sie werden es noch viele weitere Jahre lang tun.

Von Daniel Kortschak

Seit mehr als 55 Jahren gehören sie zum Stadtbild von Prag wie die Karlsbrücke, die Burg oder die 100 Türme: Die rot-cremefarbenen Straßenbahnwagen vom Typ Tatra T3. Über 1000 Stück sind nach Prag geliefert worden. Insgesamt haben zwischen 1960 und 1990 fast 14.000 dieser einfachen und robusten Fahrzeuge das traditionsreiche, inzwischen geschlossene ČKD-Werk im Prager Stadtteil Smíchov verlassen. Damit sind die T3 der meistgebaute Straßenbahnwagen der Welt. Von Schwerin bis Pjöngjang sind die charakteristischen Fahrzeuge, deren zeitlose Gestaltung in Tschechien zu den Design-Ikonen des 20. Jahrhunderts erklärt worden ist, bis heute in Hunderten Städten unterwegs.

Die Wagen gelten als sehr zuverlässig und sind bei den Fahrgästen nach wie vor beliebt. Im Lauf der Jahre haben Modernisierungen zahlreiche Verbesserungen gebracht: Automatische Ansagen, elektronische Fahrtzielanzeigen, gepolsterte Sitze und Haltewunschtasten. In den meisten tschechischen Städten fahren auch T3 mit Niederflureinstieg. Der stromfressende Antrieb mit dem  Beschleuniger, der für das typische Fahrgeräusch und die mitunter ein wenig ruppigen Fahreigenschaften der Tatrawagen sorgt, ist durch sparsamere elektronische Steuerungen ersetzt worden.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Während diese modernisierten T3 in Prag ebenso wie in Brünn, Ostrava, Pilsen, Liberec, Most-Litvínov oder Bratislava nach wie vor nicht aus dem täglichen Betrieb wegzudenken sind, werden die T3 in der Ursprungsausführung immer seltener. In Prag sind seit einiger Zeit keine Tatrawagen mehr mit den typischen blau-weißen Blechliniensignalen und den unverkennbaren roten und grauen Laminat-Einzelsitzen mehr unterwegs. Zumindest auf den regulären Linien. Denn ganz sind die unsterblichen T3-Klassiker nicht von den Prager Straßen verschwunden.

Die Stadt Prag weiß natürlich um die große Beliebtheit der legendären Te-trojky, wie die T3 in Tschechien genannt werden. Und bei den Prager Verkehrsbetrieben DPP genießt die Pflege historischer Fahrzeuge einen hohen Stellenwert. Davon zeugt nicht zuletzt das große Verkehrsmuseum in der früheren Remise Střešovice.

Täglich unterwegs quer durch Prag auf der Retro-Linie 23

Deshalb gibt es jetzt eine eigene Retro-Linie 23: Sie wird ausschließlich mit den klassischen Tatra-T3 bedient. Sie fährt ganzjährig zwischen der Haltestelle Zvonařka nahe dem Verkehrsknotenpunkt I.P. Pavlova und der Zwischenschleife Královka. Damit entlastet sie die Linie 22 auf dem am stärksten belasteten Abschnitt zwischen I.P. Pavlova und der Prager Burg. Anders als die historische Linie 41 (früher 91), auf der schon seit vielen Jahren historische Zweiachser quer durch Prag fahren, gelten auf dem Retro-23er alle regulären Fahrscheine des Prager Verkehrsverbunds PID. Und im Gegensatz zur Linie 41, die Winterpause macht, fährt die Tatra-Linie 23 das ganze Jahr. Von 8.30 bis 19 Uhr sind täglich bis zu neun T3-Doppeltraktionen in der Prager Innenstadt unterwegs. Die Wagen fahren alle 30 Minuten, in der Hochsaison von April bis Oktober wird das Intervall an Wochenenden auf 15 Minuten verdichtet.

Speziell für die Retro-Linie hat der Prager Verkehrsbetrieb DPP 14 Wagen vom Typ T3 SUCS hergerichtet. Diese Straßenbahnen sind zwischen 1985 und 1989 bei ČKD in Prag gebaut worden. Es handelt sich um die Weiterentwicklung eines besonders robusten und einfachen Exportmodells für die Sowjetunion. Weil die Entwicklung eines neuen Fahrzeugtyps für Prag Verspätung bekommen hat, haben die Verkehrsbetriebe in den Achtzigerjahren noch einmal rund 300 Straßenbahnen des bewährten, aber damals schon veralteten Modells T3 bestellt, um den dringenden Wagenbedarf zu decken. Außerdem im Fuhrpark des Retro-23ers vertreten sind vier Exemplare des Typs T3M: Dabei handelt es sich um ältere T3, die in den Siebzigerjahren mit einer neuen elektronischen Steuerung modernisiert worden sind. Sie sind an der typischen Kiste auf dem Fahrzeugheck zu erkennen, in der die Thyristorsteuerung untergebracht ist. Außerdem haben sie ein leicht summendes Fahrgeräusch und fallen durch sanftere Beschleunigungsmanöver auf.

Wagen und Stationen um historische Details ergänzt

Für den Einsatz auf der Retro-Linie hat der Prager Verkehrsbetrieb DPP die Wagen liebevoll renoviert und um einige historische Details ergänzt: Zum Beispiel die ursprünglichen goldenen Wagennummern, die originalgetreuen seitlichen Routenschilder und die in den Achtzigerjahren verwendeten Haltestellenansagen vom Tonband. Auch zeitgenössische Werbung und Hinweise für die Fahrgäste hat man in den Wagen affichiert. Außerdem finden Interessierte an den Wänden der Straßenbahn eine ausführliche Beschreibung zur Geschichte der T3 in Prag und ein Porträt ihres Erfinders, des Prager Architekten František Kardaus. Leider bis dato nur auf Tschechisch.

Auch die beiden Endstationen Královka und Zvonařka atmen den Geist längst vergangener Tage: Die Haltestellensäulen sind mit historischen Piktogrammen und emaillierten Liniennummern ausgestattet. Und statt der heute üblichen Computerausdrucke hängen dort handgeschriebene Fahrplantabellen. Und noch aus einem anderen Grund sind die viele Jahre lang nicht regelmäßig bedienten Endhaltestellen des 23ers höchst sehenswert: Bei der Haltestelle Zvonařka, die mitten zwischen stattlichen Gründerzeit-Wohnblocks liegt, wie sie für den Stadtteil Vinohrady typisch sind, handelt es sich um die letzte Endstation ohne Schleife in Prag. Die Straßenbahnzüge müssen dort durch Zurückschieben in ein Stumpfgleis wenden.

Umso geräumiger und für heutige Verhältnisse überdimensioniert ist die hinter der Prager Burg gelegene Endstation Královka mit ihren drei Schleifengleisen: Sie ist für Großveranstaltungen im ehemaligen Strahov-Stadion ausgelegt, in dem einst bis zu einer Viertelmillion Zuschauer Sport-Großereignisse wie das alle fünf Jahre stattfindende Turnerfest Spartakiade verfolgt haben. Davon zeugen heute noch die großzügigen Fußgängerüberführungen über die einzelnen Haltestellengleise. Die langsam verfallenden Anlagen in der abgelegenen Schleife Královka verbreiten einen morbiden Charme. Ein perfekter Hintergrund für stimmungsvolle und authentische Bilder von den legendären T3-Straßenbahnen. Auch die seit Jahrzehnten unveränderte Haltestelle Zvonařka bietet mit den gepflasterten Straßen und den stattlichen Wohnblocks einen perfekten Rahmen für Fotos von der Prager Straßenbahn-Ikone Tatra T3.

Neben den Retro-Fahrzeugen auf der Linie 23 fahren auch noch Hunderte modernisierte T3 täglich durch die Prager Straßen. Erst vor kurzem ist auch ein weiterer T3-Umbau mit Niederflur-Mittelteil präsentiert worden. Er gesellt sich zu den schon vorhandenen 33 Wagen dieses Typs und wird dafür sorgen, dass das legendäre T3-Gesicht noch viele Jahre lang in den Straßen von Prag zu sehen sein wird.

Bald kommt der Partywagen „T3 Coupé“

csm_T3_Coupe___02_Anna_Maresova_designers_2017_11f424d2cc

Entwurf für den Partywagen „T3 Coupé“. Copyright: Anna Marešová Designers – http://www.annamaresova.com

Und noch ein neues Schmankerl für T3-Fans plant der Prager Verkehrsbetrieb DPP für’s kommende Jahr: Ein ausrangierter Tatrawagen soll zu einem Straßenbahn-Coupé umgebaut werden. Die junge tschechische Designerin Anna Marešová hat einen Partywagen mit Bar und Tanzfläche gestaltet, im hinteren Teil der Straßenbahn können bei Schönwetter die Seitenscheiben ausgehängt werden. In Anlehnung an die bisherigen T3-Ausflugswagen soll das T3-Coupé in elegantem Blau über die Straßen fahren. Dienen soll die Partystraßenbahn vor allem für private Sonderfahrten. Der Verkehrsbetrieb DPP kann sich aber auch öffentliche Rundfahrten an einem bestimmten Wochentag vorstellen. Schon im Oktober 2018 soll der jüngste T3-Umbau die ersten Fahrgäste durch Prag befördern.