Alles neu bei der Straßenbahn in Gmunden

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Ein Wagen der künftigen Stadt-Regio-Tram in der neuen Haltestelle Franz-Josef-Platz in Gmunden. (Foto: Daniel Kortschak)

Viel hat sich getan sein meinem letzten Besuch in Gmunden: Die Großbaustelle in der Altstadt ist beendet und die neuen Haltestellen am Franz-Josef-Platz sind eröffnet. Doch bis die Stadt-Regio-Tram fährt, gibt es noch viel zu tun.

Von Daniel Kortschak

Als ich im Herbst 2016 Gmunden besuchte, herrschte Chaos im Zentrum der kleinen Stadt am Traunsee: Die Altstadt aufgerissen, die Traunbrücke für Fahrzeuge gesperrt und selbst für Fußgänger nur mit Mühe zu passieren. Im Sommer 2017 ist alles anders: Die Baustelle in der Altstadt ist beendet. Dort, wo man nur über wackelige Holzstege zu den Geschäften kam, liegen jetzt Straßenbahnschienen im frischen Asphalt. Die neuen Haltestellen am Franz-Josef-Platz am Übergang von der Seepromenade zur Altstadt sind ebenfalls eröffnet. Straßenbahn, Citybus und Taxis teilen sich jetzt einen großzügigen, überdachten Bahnsteig.

Und statt der bis zu 60 Jahre alten Straßenbahn-Veteranen pendeln jetzt zwischen dme Hauptbahnhof und dem Stadtzentrum die modernen Niederflurtriebwagen der Stadt-Regio-Bahn. Die alten Wagen dienen nur noch als Reserve. Sehr zum Leidwesen der Tram-Nostalgiker. Und sehr zur Freude von Eltern mit Kinderwagen, älteren Menschen und Fahrgästen mit körperlichen Einschränkungen.

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Doch bis die Stadt-Regio-Tram wie geplant durchgehend vom Gmundner Hauptbahnhof über die Innenstadt bis nach Vorchdorf fahren kann, ist noch viel zu tun: Von der neuen Traunbrücke steht gerade einmal die Hälfte. Und im historischen Trauntor müssen noch Schienen und Oberleitung verlegt werden. Eine echte Herausforderung bei den äußerst beengten Platzverhältnissen. Doch die Stadt, das Land Oberösterreich und der Betreiber Stern & Hafferl sind zuversichtlich, die Gmundner Stadt-Regio-Tram im kommenden Jahr feierlich eröffnen zu können.